


Iss Soja, und du bist mit allen essenziellen Aminosäuren versorgt. Aber warum haben die Schülerinnen und Schüler der Realschule ein paar Tage lang die Möglichkeit gehabt, diese wertvolle Proteinquelle in Form von leckeren Beeren- Smoothies zu sich zu nehmen?
Und ist es nicht so, dass für Soja Regenwald gerodet wird? Das passt aber nicht zu uns als Umweltschule, so werden manche im ersten Moment gedacht haben.
Doch, genau deshalb!
Ja, stimmt, die Rodung der tropischen Regenwälder und die Sojaplantagen auf den gerodeten Flächen haben alle bekannten Nachteile zur Folge in Hinblick auf den Klimawandel, den Artenschwund, Vertreibung von Einheimischen und Beeinträchtigung der Plantagenarbeiter und Anwohner durch die Pestizide. Jetzt allerdings kommt das große Aber: Viele wissen tatsächlich immer noch nicht, dass der Regenwald für Sojaplantagen gerodet wird, deren kostbare Früchte in den Ställen unserer Landwirte landen.
In einer Unterrichtseinheit, die die Klassenleiter mit ihren Klassen durcharbeiteten, wurde das geballt vermittelt. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass das für den menschlichen Direktkonsum verwendete Soja (Tofu, Sojadrink, Sojajoghurt usw.) entgegen einem weitverbreiteten Irrtum nicht auf ehemaligen Regenwaldflächen angebaut wird. Denn schließlich wird dort fast nur Soja für Tierfutter gepflanzt. Industrielle Tierhaltung setzt für schnelle Mästung dieses wertvolle Eiweiß ein. Das Soja für Sojadrinks, Sojajoghurt, Tofu …, das wir hier in Deutschland konsumieren, wird v.a. in Europa erzeugt.
In der darauffolgenden Woche konnten die Schülerinnen und Schüler im Burgcafé „gutes“ Soja genießen, um den Lerneffekt zu vertiefen. Es gab leckere Beeren-Soja-Smoothies.
Birgit Fahr

